„BREXIT“ TRIFFT DAS RUHRGEBIET NUR WENIG

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Dennoch: Deutliche Kritik der Arbeitgeber

EN-Kreis – Das Brexit-Votum der Briten soll nun zu einer klaren Trennung Großbritanniens von der EU führen. Das hat die britische Premierministerin Theresa May am Dienstag verkündet. Größere wirtschaftliche Auswirkungen auf die Mitglieder im Mittleren Ruhrgebiet und in Westfalen fürchtet Dirk W. Erlhöfer, Hauptgeschäftsführer der Arbeitgeberverbände Ruhr/Westfalen mit Sitz in Bochum, deshalb aber nicht. „Natürlich pflegen einzelne Unternehmen Geschäftsbeziehungen zu britischen Zulieferern oder Kunden. Ob, und wenn ja, wie diese Beziehungen aufrecht erhalten werden können, muss im Einzelfall entschieden werden. Einen nachhaltigen wirtschaftlichen Einbruch für unsere Region sehe ich aber nicht“, so Erlhöfer in einer ersten Reaktion. „Großbritannien hat sich im Kern ohnehin auf (Finanz-) Dienstleistungen spezialisiert. Unsere heimische Industrie ist daher weniger betroffen.“

„Harter Brexit“ trifft das Mittlere Ruhrgebiet nur wenig

Dennoch, führte Erlhöfer fort, sei der sogenannte „harte Brexit“ ein harter Schlag – vor allem aber für die Briten selbst. „Die Abkehr vom Binnenmarkt wird keineswegs nur positive Folgen für die Briten haben. Die Finanzmärkte haben bereits reagiert und das Pfund weiter abgewertet. Das heißt: Die Preise für Importgüter steigen weiter, auch Auslandsreisen werden teurer. Das werden die britische Bevölkerung, aber auch auf Importe angewiesene Unternehmen, sehr direkt zu spüren bekommen“, so Erlhöfer. Nun müsse die EU in die konkreten Brexit-Verhandlungen einsteigen, „und dabei bloß keine ‚Rosinenpickerei’ zulassen“, sagte Erlhöfer, der auch betonte, dass das Thema Brexit ursprünglich keinen rein wirtschaftspolitischen Hintergrund hatte.

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