KUNSTVEREIN VERABSCHIEDET SICH VON ANGELIKA HERKER UND ULLA RAUH-BEYER

Kunstraum Hillscher Garten. Angelika Herker links, und Ulla Rauh-Beyer rechts von Dagmar Goch (Foto: Holger Grosz)Kunstraum Hillscher Garten. Angelika Herker links, und Ulla Rauh-Beyer rechts von Dagmar Goch (Foto: Holger Grosz)

Hattingen- Die Kunstszene in Hattingen verabschiedet sich von zwei aussergewöhnlichen Persönlichkeiten unserer Stadt: Angelika Herker und Ulla Rauh-Beyer. Zu diesem Anlass lädt der Kunstverein Hattingen e.V. am Sonntag, den 25. Juni ins Alte Rathaus ein. Mit der Finissage der sehr erfolgreichen Ausstellung, mit Werken aus allen Schaffensperioden, von Angelika Herker und einer RuhrkanalNEWS-Filmdokumentation , die an Ulla Rauh-Beyer erinnern soll, wollen Freunde und Wegbegleiter Abschied nehmen.

Die Freunde und Bewunderer könnten sich noch einmal davon überzeugen, wie eindrucksvoll das Werk von Angelika Herker -über viele Jahre hinweg konsequent an einem Thema arbeitend- die Hattinger Kunstwelt -und weit darüber hinaus- bereichert hat. Der Kunstverein dankt Prof. Wolf See und ihren sehr engagierten Freundinnen Annette Niederstein, Barbara Grosse, Bettina Kretschmer und Manja Dessel dafür, dass sie  diese Ausstellung realisiert haben. „Es war uns auch eine große Freude, diese Ausstellung von Bildern in einer Doppel-Show mit dem Stadtmuseum Hattingen präsentieren zu können, gab das doch den Rahmen für die raumgreifende Bodeninstallation zur Erinnerung an Angelika Herkers beeindruckende Vietnam-Reise. Eine Hommage an Angelika Herker ohne eine ihrer großen Installationen wäre nicht komplett gewesen“, so der Kunstverein.

Gleichzeitig möchten wollen die Organisatoren  im Rahmen der Finissage an das Wirken der langjährigen Vorsitzenden des Kunstvereins, Ulla Rauh-Beyer erinnern. Sie verstarb plötzlich und unerwartet am
8.5.2017 im Alter von nur 69 Jahren. Auch sie prägte das kulturelle Leben Hattingens mit ihrem Engagement im Kunstverein erheblich. Sie gab viele Impulse bis zuletzt und war dem Kunstverein äußerst verbunden. „Wir freuen uns sehr, dass ihr Mann  Peter Müller ihre Aufgaben in ihrem Sinne weiterführen wird“, so Kunstvereinsvorsitzende Christiane Nicolai. Viele Mitglieder, die mit Ulla Rauh-Beyer über Jahre eng verbunden waren, verlieren mit ihrem Tod eine echte Freundin. Sie ergriff im Sinne der Kunst und vor allem auch im Sinne des Kunstvereins, wenn nötig durchaus streitbar aber nie verletzend das Wort.

„Unser Verein und ich ganz persönlich haben zwei sehr wichtige Menschen der Kunst in Hattingen verloren und wir werden ihnen ein ehrendes Andenken bewahren“ so Christiane Nicolai vom Kunstverein Hattingen e.V. und fügt an „wir hoffen sehr, viele Hattinger bei einem Abschiedstrunk im Alten Rathaus begrüßen zu können.“

Filmdokumentation Uraufführung im Alten Rathaus

Im Anschluss zeigt Ruhrkanal die Dokumentation „Leben für den Berg“, ein Film über den Traumgarten „Jardi de Peter“ von Künstler Peter Buch, einen langjährigen Freund von Ulla Rauh-Beyer und Peter Müller. 2014 hatte Ulla Rauh-Beyer die Idee, über das Leben und Arbeiten des in Spanien lebenden Künstlers einen Film zu drehen. Aus Zeitmangel blieben die Aufnahmen lange im Verborgenen. Claus Juergen Barteczko und Frank Strohdiek von RuhrkanalNEWS, die damals die Filmaufnahmen im Maestrazgo Gebirge produzierten, haben diese Dokumentation nun fertiggestellt. „Es ist schade das Ulla diesen fertigen Film nie gesehen hat, aber um so schöner, mit dieser Arbeit nun an sie erinnern zu können“ so Barteczko.

Finissage Angelika Herker und der Film „Leben für den Berg“, Sonntag, 25. Juni 2017, Altes Rathaus, 17 Uhr. Eintritt frei.

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