NUDEL BLUES BACK IN TOWN

Roy Harrington und Jens Filser beim Nudel Blues (Foto: RuhrkanalNESW)Roy Harrington und Jens Filser beim Nudel Blues (Foto: RuhrkanalNESW)

NudelBluesHattingen/Elfringhausen –  Blues-Musik vom Feinsten gab es auch dieses Jahr wieder beim Nudel-Blues-Festival 2017 in Elfringhausen. Bei strahlendem Sonnenschein präsentierten sich die Musiker Wolfgang Kalbfuß aus Bamberg sowie Two Blue Dudes, Roy Harrington und Jens Filser von ihrer besten Seite. Und dabei gab es, wie der Name schon verrät, Nudeln satt. Denn Blues und Nudeln sind die Lieblinge des Organisators, Bernhard Matthes, der wieder ein gutes Händchen in Sachen „Musikauswahl“ bewies.

Wolfgang Kalb (Bamberg) spielt und singt seit über 40 Jahren akustischen Blues, vorwiegend Country, angereichert durch Ragtimes, Gospels oder auch Jazzstandards. Sowohl im Fingerpicking Stil als auch mit der Bottleneckspielweise auf der Dobrogitarre (Resonatorgitarre) interpretiert er die Lieder der alten Meister auf eigene Weise, verändert Musik und Texte und passt sie an seine persönliche Situation an. Sein Repertoire umfasst die Spielweisen seiner Vorbilder wie Blind Blake, Robert Johnson, Mississippi John Hurt und anderen Vertretern des Country Blues aus den 20er und 30er Jahren.

Two Blue Dudes
Roy Herringtons (Hattingen) Gitarrenstil lässt sich auf die unterschiedlichsten Einflüsse zurückführen, von Pat Martino bis Link Wray, von Barney Kessel bis Buddy Guy, jahrelang „mad axeman“ für Chris Farlowe und „Geheimwaffe“ bei Supercharge, Spencer Davis, Gene Conners und Route 66 Allstars.
Jens Filser (Haan) spielte mit namhaften Vertretern der Blues- und Rock-Szene: u.a. Rob Strong, Flea Conners, Supercharge, Jeff Healey und Birthcontrol, sowie mit Brenda Boykin auf dem Montreux Jazz Festival. Mit der deutschen Rock-Ikone Anne Haigis produzierte Jens drei CDs als Gitarrist und Sound-Engineer.
Gemeinsam sind Roy und Jens seit Jahren als „Two Blue Dudes“ erfolgreich unterwegs und haben inzwischen eine gemeinsame CD „Rough Cut!“ herausgebracht.

„Die Besucher jedenfalls, hatten sehr viel Spass,“ so der Künstler Bernhard Matthes, „denn die letzten Wochen waren nicht nur heiß, sondern kulturell eigentlich tot. Und seit der Haushaltssperre“ so fügt er weiter an „bliebe noch weniger Raum für freiwillige Aufgaben wie Kunst und Kultur.“ Ein sichtlicher Dorn in Matthes Augen, der auch prompt einen Vorschlag zur Problemlösung liefert. „Stadtbedienstete geben zehn Prozent ihres Einkommens ab, wenn sie es nicht schaffen diese kulturelle Lücke in Hattingen zu schließen.“

Sichtlich begeistert war auch Schirmherr Bürgermeister Dirk Glaser, der es sich nicht nehmen ließ, trotz seines vollen Sonntags-Programms, das Nudel Blues Festival zu eröffnen. „Was die Ehrenamtler gemeinsam mit Bernhard Matthes hier geschafft haben, verdient höchste Anerkennung und ist ein wichtiger Bestandteil zur weiteren Belebung unseres kulturellen Geschehens in der Stadt,“ sagte er in seiner Eröffnungsrede.

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