PARKPLATZPROBLEME SORGEN FÜR UNMUT

Auf dem KAM abgeschleppt zu werden, stellt man sich irgendwie etwas anders vor (Foto: RuhrkanalNEWS)Auf dem KAM abgeschleppt zu werden, stellt man sich irgendwie etwas anders vor (Foto: RuhrkanalNEWS)
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Hattingen- Mittwoch Nachmittag in Hattingen. Der Kulinarische Altstadtmarkt liegt in den letzten Zügen des Aufbaus. Der Kirchplatz steht voll mit Equipment, Zelten und Anlieferungsfahrzeugen. Es herrscht ein bunter Trubel aus Aufbau und Organisation, die letzten Kabel werden verlegt und die Kochzelte eingerichtet, schließlich steht man kurz vor der morgigen Eröffnung des KAM 2017. Und so weichen einige Fahrzeuge auf den Parkplatz Johannisstraße aus zur Be- und Entladung, versteht sich. Der beliebte Anwohner-Parkplatz im Herzen der Altstadt ist gut gefüllt, abgesehen von dem Seitenstreifen der für einen Toilettenwagen abgesperrt ist. Warum dort Parkverbotsschilder stehen obwohl schon seit einem halben Jahr feststeht, dass dort keine Örtlichkeiten dieses Jahr aufgestellt werden, bleibt ein Rätsel. Auch vom Aufstellen der Verbotsschilder weiß man beim Ordnungsamt nichts genaues. Auf Anfrage von RuhrkanalNEWS bestätigt Abteilungsleiter Carsten Hetfeld, dass man nicht wisse, wer diese Schilder dort in Auftrag gegeben hat. Es sei schließlich bekannt gewesen, dass es dieses Jahr keinen Toilettenwagen dort geben wird. Nach einigen Telefonaten werde man aber nun diese Schilder demontieren und den Parkraum wieder freigeben.

Warum der Parkplatz abgesperrt bleibt, obwaohl man sich gegen einen Toilettenwagen entschied, bleibt ein Geheimnis. (Foto: RuhrkanalNEWS)

Warum der Parkplatz abgesperrt bleibt, obwohl man sich gegen einen Toilettenwagen entschied, bleibt ein Geheimnis. (Foto: RuhrkanalNEWS)

Leider zu spät für Dirk Eggers, der sein Fahrzeug auf einem freien Parkplatz abstellte um weiteres Küchenequipment zum Kirchplatz zu bringen. Ein Mitarbeiter des Ordnungsamt (Name der Redaktion bekannt) beobachtete die Situation, ließ Eggers Anfangs gewähren, aber entschied sich dann nach einer Wartefrist von ca. 30 Minuten, diesen PKW abschleppen zu lassen. Darauf angesprochen, man könne doch eben Restaurant Eggers Bescheid geben, wurde mit den Worten „Ich mache nur meine Arbeit und kann doch nicht jeden einzelnen Fahrzeughalter ausfindig machen, um ihn zu bitten sein Fahrzeug wegzustellen. Schließlich wüsste man, dass man ohne den Anwohner Parkausweis hier nicht stehen darf.“

Miteinander reden – Fehlanzeige

Recht hat er. Wo kämen wir denn hin, wenn wir miteinander reden würden. Auch in so einem Ausnahmezustand wie beim KAM-Aufbau. Obwohl auf dem schwarzen PKW in silbernen Buchstaben „Restaurant-Eggers“ stand, obwohl man beobachtete wie Mitarbeiter mit weißen Jacken „Restaurant Eggers“ zuvor ausstiegen, ist der Mitarbeiter des Ordnungsamt nicht in der Lage gewesen die Buchstabenkombination zu entziffern und an Stelle eines kurzen klärenden Gesprächs die Situation zu entschärfen. Lieber lässt man, ganz nach Vorschrift, 2 Abschleppfahrzeuge anrücken um somit den Parkraum wieder freizumachen.

„Wie mit den KAM-Wirten hier umgegangen wird ist nicht mehr schön,“ so Dirk Eggers vom Restaurant Eggers, und fügt weiter an: „für mich ist der KAM damit gelaufen…“ Was immer Eggers damit sagen will, eins steht fest, diese Aktion, wenn auch nach Vorschrift gehandelt, hat nichts, aber auch rein gar nichts mit einem „netten“ miteinander in Hattingen zu tun. Auch wenn man es immer wieder aus dem Rathaus hört und für ein freundliches Miteinander wirbt.

Fazit am Ende:

Ein unzufriedener Wirt, 80 Euro für das Abschleppunternehmen und, nach dem Erlass einer Haushaltssperre durch Kämmerer Frank Mielke, mit 56 Euro Bearbeitungsgebühr der Stadtverwaltung etwas weitergeholfen.

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