SECHS AUSSTELLUNGEN IM BÜGELEISENHAUS

Heimatmuseum / Bügeleisenhaus (Foto: Lars Friedrich)Heimatmuseum / Bügeleisenhaus (Foto: Lars Friedrich)

Hattingen- Unter dem Motto „Neue alte Herzensdinge aus dem Kreis“ öffnen in diesem Jahr Sammler aus dem Ennepe-Ruhr-Kreis ihre Schatztruhen und präsentieren Teile ihrer faszinierenden Sammlungen im Museum im Bügeleisenhaus in Hattingen. Die Schirmherrschaft hat der Landrat des Ennepe-Ruhr-Kreises, Olaf Schade, übernommen.

Parallel zeigt der Heimatverein Hattingen/Ruhr in einer Neuaufstellung nach zwei Jahren wieder die archäologischen Grabungsfunde von der Hattinger Burg Isenberg; das bedeutendste Zeugnis des Hochmittelalters in Hattingen hat durch die Geschichte seiner Bewohner Strahlkraft auf den gesamten Ennepe-Ruhr-Kreis.

Zudem lädt das Museum ein, in der überarbeiteten Dauerausstellung der Geschichte von Kaufleuten, Webern, Metzgern und Künstlern am Haldenplatz Nr. 1 nachzuspüren und zeigt im Kassenraum erstmals nach fünf Jahren wieder die Ausgrabungsfunde der Essener Burg Altendorf.

Ausstellungsbereich 1 (ganzjährig)

„Zerbrochen ist sein Wappenschild, mit Trümmern seine Burg gefüllt – Die Grabungsfunde von der Hattinger Burg Isenberg“

Unterstützt vom Verein zur Erhaltung der Isenburg e.V. zeigt der Heimatverein Hattingen/Ruhr nach zwei Jahren Pause wieder die Ausgrabungsfunde von der Hattinger Burg Isenberg. Die Ruine der im Winter 1225/1226 zerstörten Burg Isenberg ist Hattingens ältestes und bedeutendstes archäologisches Zeugnis des Hochmittelalters. Von 1969 bis 1989 wurde sie von Schülern des Gymnasiums Waldstraße ausgegraben. Das Museum im Bügeleisenhaus zeigt ausgewählte Funde aus eigenen Beständen. Zudem wird die Geschichte des Grafen Friedrich III. von Isenberg für kleine und große Besucher durch beliebte und bekannte Spielfiguren erlebbar.

Heimatmuseum / Bügeleisenhaus (Foto: Lars Friedrich)

Heimatmuseum / Bügeleisenhaus (Foto: Lars Friedrich)

Ausstellungsbereich 2 (ganzjährig)

„Neue alte Herzensdinge – Sammler aus dem EN-Kreis zeigen ihre schönsten Schätze“

Die großen Schätze der Menschheit sind keineswegs schon alle in Museen ausgestellt oder werden in wissenschaftlichen Archiven aufbewahrt. In der aktuellen Ausstellung präsentieren Sammler aus dem gesamten Ennepe-Ruhr-Kreis ihr Hobby. Gezeigt werden u.a. Fotoapparate, Pixi-Bücher, 1. Mai- Anstecknadeln, Kaffeekannen, Postspardosen, Hohnsteiner Handpuppen, Eierbecher, Golf 1-Modellautos, Werbe-Memory-Spiele, Fingerhüte, Bibeln sowie Luther-Bücher und Telefonkarten.

Ausstellungsbereich 3 (ganzjährig)

„Kaufmann, Weber, Metzger, Künstler – Geschichten vom Haldenplatz Nr. 1“

Von 1907 bis zur „Arisierung“ im Jahre Oktober 1938 befand sich in an der Bruchstraße 5 die „Rind- und Schweine-Metzgerei mit elektrischem Betrieb“ von Karl Cahn. Cahn war der Bruder von Selma Abraham, der letzten jüdischen Besitzerin des Bügeleisenhauses. An die Familie Cahn, aber auch an die Periode des „Heimathauses mit ostdeutschen Heimatstuben“, an das Werk von Hildegard Schieb und an den 1965 hier verstorbenen Maler und Dichter Otto Wohlgemuth erinnert die aktualisierte Dauerausstellung in der Brunnenstube.

Ausstellungsbereich 4 (ganzjährig)

„Wieder hervorgeholt: Die Grabungsfunde aus der Burg Altendorf“

Im Ausstellungsjahr 2017 zeigt das Museum im Bügeleisenhaus nach fünf Jahren erstmals wieder einen großen Teil der in den 1960er Jahren ausgegrabenen Funde aus Essen-Burg Altendorf, darunter Tierknochen, Keramiken und Fliesen. Zu den Beständen aus eigener Sammlung werden Leihgaben des 1950 gegründeten Heimat- und Burgverein Essen-Burgaltendorf e.V. gezeigt.

Heimatmuseum / Bügeleisenhaus (Foto: Lars Friedrich)

Heimatmuseum / Bügeleisenhaus (Foto: Lars Friedrich)

Ausstellungsbereich 6 (ab November 2017)

„Luther – Prophet Christi, Kirchenvater, deutscher Nationalheld – Das Gesicht der Reformation: Luther- Bilder aus dem EN-Kreis und aller Welt“

Zum Reformationsjubiläum 2017 zeigt das Museum im Bügeleisenhaus ab Mitte November 2017 die Sonderausstellung „Lutherbilder aus sechs Jahrhunderten“. 500 Jahre nach der Reformation ist es an der Zeit, Martin Luther in seinem leidenschaftlichen Ringen um die christliche Wahrheit neu zu begegnen. Seine bohrenden Fragen nach dem Zustand der Welt und der Kirche, sein kritischer Umgang mit der Tradition, seine Zuversicht im Hier und Jetzt geben dem Lutherbild sehr lebendige Konturen.

Im Ausstellungsjahr 2017 ist das Museum im Bügeleisenhaus vom 29. April bis 10. Dezember samstags, sonntags sowie an allen Feiertagen von 15 bis 18 Uhr geöffnet.

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